Franz Ott Metallwarenfabrik GmbH - Lösungen gemeinsam entwickelt

prpr Team im Familienunternehmen

Veröffentlicht: 24.10.2019

Zusammenfassung: Als Mitglied beim RKW BW hat die Franz Ott Metallwarenfabrik immer wieder Angebote genutzt. „Was mich am meisten überzeugt, ist die persönliche und ehrliche Beratung“, sagt Joachim Henle, Mitglied der Geschäftsführung.

Blechbearbeitung für namhafte deutsche Maschinenhersteller: Das war lange Zeit das bestimmende Thema der Franz Ott Metallwarenfabrik. Jetzt gibt es dort ein zusätzliches Standbein. Ott bietet neuerdings selbst auch Oberflächentechnik an. In einem neuen Anbau steht eine hoch moderne Pulverbeschichtungsanlage, sie ist seit August 2019 in Betrieb. Die Fertigungstiefe wurde entscheidend verbessert. Die Kunden freut's, dass Prozesse und Qualität jetzt noch mehr auf dem Punkt sind. Das Führungsteam von Ott hat parallel die Gelegenheit genutzt, intern Strukturen zu optimieren.

Hettingen mit seinen etwa 1800 Einwohnern gilt als kleinste Stadt Baden-Württembergs, zu finden im Norden des Landkreises Sigmaringen. Dort gründete Franz Ott im Jahr 1947 seine Firma für kunstgewerbliche Metallwaren. Heute sind seine Tochter und zwei Enkelinnen im Familienunternehmen mit derzeit 65 Beschäftigten im Zweischichtbetrieb und rund 150 gelisteten Kunden. Das Unternehmen übernimmt Blechbearbeitung: Stanzen, Lasern, Kanten und Schweißen, es werden ganze Baugruppen montiert - und neuerdings wird auch beschichtet. Weil die Teile der Kunden immer größer und sperriger wurden, war es eine enorme Vereinfachung für die Prozesse, dass die Transporte zum Beschichter wegfielen.

Integrativ und abgestimmt

Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren ganz gezielt weiterentwickelt, mit tatkräftiger Unterstützung vom RKW Baden-Württemberg. Zwei Fachberater sind aktuell im Auftrag vom RKW BW regelmäßig in Hettingen: Berthold Rall kümmert sich um die Fragen der Produktion und hat auch bei der neuen Beschichtungsanlage mitgewirkt. Eika Schoenmakers ist Expertin für Personalfragen und Führungskräfteentwicklung, sie unterstützt seit zwei Jahren als Prozessberaterin und begleitet Veränderungen. Die Arbeit der beiden Berater ist aufeinander abgestimmt. Bei der Franz Ott Metallwarenfabrik, die auch RKW-BW-Mitglied ist, wird der integrative Beratungsansatz vom RKW BW gelebt: Hier greifen interne und externe Workshops, Coaching, Beratung, Training und die Schulung der Führungskräfte wirkungsvoll ineinander.

Persönlich und ehrlich

 "Was mich am meisten überzeugt, ist die persönliche und ehrliche Beratung", sagt Joachim Henle, langjährige Führungskraft im Haus und neuerdings Mitglied der Geschäftsführung. "Dass die Berater uns wirklich konkret unterstützen und Hand anlegen." Er würde keine Beratung wollen, bei der ein Externer nur ein paar Tage da ist und dann sagt: Ihr müsst! "Unsere Berater sind mit dabei, wenn es ernst wird. Frau Schoenmakers beispielsweise kommt auch mit in ein Mitarbeitergespräch, gibt uns während des Gesprächs Hilfestellungen und hinterher ein detailliertes Feedback."

Ein anderes Beispiel: Die Franz Ott Metallwarenfabrik setzt derzeit ein KVP-Projekt um. Ein Mitarbeiter soll sich gezielt um den kontinuierlichen Verbesserungsprozess kümmern. Dieser Mitarbeiter wird von RKW-BW-Fachberater Berthold Rall geschult und eingearbeitet. Vorab wurde besprochen, was er können sollte und was an dieser Stelle künftig erwartet wird. Seither arbeitet Rall selbstständig an dieser Aufgabe, kommt tageweise, bringt sein Know-how und Schulungsmaterial mit. Joachim Henle ist sich sicher, dass die Ergebnisse stimmen: "Herr Rall und wir, wir kennen einander nun schon zehn Jahre. Da ist Vertrauen da. Einen ganz neuen Berater würden wir so nicht arbeiten lassen - aber bei uns zahlt sich die langjährige Beratung aus."

Verändern und kontrollieren

Noch ein Effekt, den Henle schätzt: "Unsere Berater sind im absolut positiven Sinne Wadenbeißer. Wir werden regelmäßig gefragt: Ist das schon erledigt? Das hilft. Denn wir sind alle Menschen und haben alle auch viel zu tun. Unangenehme Sachen schiebt man manchmal lange vor sich her. Das ändert sich, wenn man weiß, da kommt einer und kontrolliert einen."

Das RKW BW war mehrfach für das Unternehmen da, wenn es durch schwierigere Phasen ging. Eine erste intensive Betreuung gab es in den Jahren 2009 und 2010. "In diesen Krisenjahren war bei uns nichts mehr wie früher", erinnert sich Henle. Die Losgrößen änderten sich, die Kunden haben selbst Prozesse umgestellt, wollten Teile schneller haben. "Wir mussten unsere Prozesse und unsere Mitarbeiter anpassen an die Anforderungen." Hilfe war gewünscht, die Wahl fiel aufs RKW BW, "das kannten wir schon, da hatten wir einige externe Schulungen gemacht". RKW BW-Berater Ralph Sieger kam ins Haus, der für das Unternehmen schon lange der zentrale Ansprechpartner war, "er hat uns beraten und für uns ein Paket geschnürt."

Schneller und komplexer

Das half damals. "Es war dann länger Ruhe. Wir sind gewachsen, irgendwann sind neue Probleme entstanden. Unsere Fehlerquote ging nach oben, Prozesse wurden schwieriger und schlechter, es kam zu Verschwendung." Die Beschäftigten waren nicht glücklich, die Personalfluktuation wuchs, Fachkräftemangel wurde ein Thema. Die Ursachen waren nicht schwer zu erkennen: das Wachstum im Unternehmen, die immer höheren Anforderungen vom Markt und auch die immer komplexeren Aufgaben. "Früher haben wir Blechwinkel gemacht, heute immer mehr Baugruppen, ganze Maschinenkarossen mit elektrischen Verdrahtungen", erklärt Henle. Wieder schnürte das RKW BW ein Beratungspaket für die nötigen Veränderungen.Um die Ziele besser zu erreichen, gibt es in der Franz Ott Metallwarenfabrik nun eine Zwischenebene: "Früher reichte bei uns ein Fertigungsleiter und ein Betriebsleiter", beschreibt Henle. "Jetzt installieren wir Vorarbeiter. Die musste man einarbeiten und schulen, auf ihre neuen Führungsaufgaben und die ganzen gesetzlichen Vorgaben vorbereiten. Dabei hat uns Frau Schoenmakers viel geholfen." Gemeinsam ging man auch Personalgewinnung und -bindung an. Ein Führungskreis trifft sich regelmäßig, ebenfalls eine Anregung vom RKW BW-Team.

Parallel zu dieser Organisationsentwicklung wurde die Produktion besser aufgestellt - Lean Management, Effizienzsteigerung und nicht zuletzt die Umsetzung des neuen Standbeins Beschichtung, wofür RKW BW-Fachberater Rall auch bei der Projektierung, der Finanzierung und öffentlichen Fördermitteln seine Hilfestellungen gab. "Wir alle, auch unsere Beschäftigten, haben ein sehr gutes Verhältnis zu Herrn Rall und Frau Schoenmakers", sagt Joachim Henle. "Wir nehmen gern an, was sie sagen. Weil uns wohl auch allen klar ist, dass wir diese Hilfe brauchen und dass uns das guttut."

Weitere Informationen

  • Franz Ott Metallwarenfabrik GmbH
  • 72513 Hettingen
  • www.ott-blechbearbeitung.com
  • RKW BW-Berater: Ralph Sieger
  • Beratungszeitraum: seit 2009
  • Beratungsschwerpunkte: Produktionsoptimierung, Erweiterung, Finanzierung, Führungskräftetraining, Organisationsentwicklung, Unternehmer-Coaching

Haben Sie Fragen, brauchen Sie Unterstützung? Dann senden Sie eine E-Mail ans RKW BW oder rufen Sie uns an: 0711-22998-0.

Joachim Henle ist Mitglied der Geschäftsführung und hat bei der Franz Ott Metallwarenfabrik seit 1999 viele Aufgaben kennengelernt.
Joachim Henle ist Mitglied der Geschäftsführung und hat bei der Franz Ott Metallwarenfabrik seit 1999 viele Aufgaben kennengelernt.(© Franz Ott Metallwarenfabrik - Privat/Non-kommerziell)
Der neue Erweiterungsbau und die Beschichtungsanlage: Das Unternehmen hat seine Fertigungstiefe erhöht und kann auch als verlängerte Werkbank neue Aufträge annehmen.
Der neue Erweiterungsbau und die Beschichtungsanlage: Das Unternehmen hat seine Fertigungstiefe erhöht und kann auch als verlängerte Werkbank neue Aufträge annehmen.(© Franz Ott Metallwarenfabrik - Privat/Non-kommerziell)
Fuhrpark Ott Metallwarenfabrik
Fuhrpark Ott Metallwarenfabrik(© Franz Ott Metallwarenfabrik - Privat/Non-kommerziell)